Unsere Labore
Atmosphärenwissenschaften
Prof. Julia Schmale
Extreme Environments Research Laboratory (EERL)
Ecohydrology, Landscape evolution, Modeling
Prof. Sara Bonetti
Laboratory of Catchment Hydrology and Geomorphology (CHANGE)
Cryospheric Sciences
Prof. Michael Lehning
Laboratory of Cryospheric Sciences (CRYOS)
Remote Sensing, Machine learning
Prof. Devis Tuia
Environmental Computational Science and Earth Observation (ECEO)
River science
Prof. Tom Ian Battin
River Ecosystems Laboratory (RIVER)
Environmental Microbiology
Prof. Ianina Altshuler
Microbiome Adaptation to the Changing Environment (MACE)
Soil Biogeochemistry
Prof. Meret Aeppli
Soil Biogeochemistry Laboratory (SOIL)
Biogeochemistry, climate change
Prof. Jérôme Chappellaz
Smart Environmental Sensing in Extreme Environments Laboratory (SENSE)
Chemistry
Prof. Wendy Queen
Laboratory for Functional Inorganic Materials (LFIM)
Chemistry, physics, materials science
Prof. Dr. Sascha Feldmann
Laboratory for Energy Materials (LEM)
Chemistry
Prof. Raffaella Buonsanti
Laboratory of Nanochemistry for Energy (LNCE)
Chemical Engineering
Prof. Kumar Varoon Agrawal
Laboratory of Advanced Separations (LAS)
CO2 capture
Prof. Berend Smit
Laboratory of Molecular Simulation (LSMO)
Physical Chemistry
Prof. Andreas Züttel
Laboratory of Materials for Renewable Energy (LMER)
Process and energy system engineering
Prof. François Maréchal
Industrial Process and Energy Systems Engineering (IPESE)
Electrochemical Engineering
MER Jan Van herle
GEM Group of Energy Materials (STI-SCI-JVH)
Clinical Neuroengineering
Prof. Friedhelm C. Hummel
Defitech Chair for Clinical Neuroenginering, - Hummel Lab

Erfolge
Greenfjord-Projekt
Der Klimawandel beschleunigt sich in der Arktis und verändert die Fjorde Grönlands, empfindliche Ökosysteme, in denen Eis, Ozean, Land, Atmosphäre und biologisches Leben miteinander interagieren, grundlegend. Diese Landschaften, die für die lokalen Aktivitäten von entscheidender Bedeutung sind, sind einem verstärkten Abschmelzen der Gletscher und Kalbungen ausgesetzt, wodurch der Süßwasserzufluss stark zunimmt. Diese Veränderung stört die Meeresdynamik, den Nährstoffkreislauf und das gesamte Nahrungsnetz. Das Phytoplankton beeinflusst dann die Chemie der Atmosphäre und die Wolkenbildung, während die Fische betroffen sind, was direkte Auswirkungen auf die Ressourcen und die Wirtschaft der lokalen Gemeinschaften hat.
KI und Korallen
Auf Tauchfotos stehen Korallen oft hinter Fischen im Hintergrund, spielen jedoch eine wichtige ökologische Rolle. Obwohl sie weniger als 0,1 % der Ozeane bedecken, beherbergen sie fast ein Drittel der Meeresarten und sichern die Ernährung und Wirtschaft von etwa einer halben Milliarde Menschen. Bedroht durch die Erwärmung der Gewässer und lokale Verschmutzungen, sind sie Gegenstand eingehender Studien, insbesondere am Transnational Red Sea Center (TRSC) der EPFL. In diesem Zusammenhang ermöglicht das Tool DeepReefMap – eine KI, die in der Lage ist, Hunderte von Metern Riff anhand eines einfachen Unterwasservideos in 3D zu rekonstruieren – eine schnellere und demokratischere Überwachung der Korallen, da der Bedarf an Material und Analyse erheblich reduziert wird. Dieser Fortschritt ist Gegenstand einer Veröffentlichung in Methods in Ecology and Evolution.
Energie-Demonstrator
Auf dem Campus von Sion wurde ein «Power-to-Gas»-Demonstrator installiert, eine in der Schweiz einzigartige Plattform zum gross angelegten Testen von Schlüsseltechnologien der Energiewende: CO₂-Abscheidung, Produktion und saisonale Speicherung von Wasserstoff oder Methan. Der von der EPFL, der HES-SO und mehreren Industriepartnern entwickelte Demonstrator positioniert das Wallis als Innovationszentrum für saubere und zirkuläre Energie. Das Labor MER Van Herle leitet die Entwicklung der reversiblen Brennstoffzelle, während andere Professoren der EPFL, darunter Wendy Queen, Kumar V. Agrawal und François Maréchal, ebenfalls zu dem Projekt beitragen.
Vielfalt und Verteilung von Bakterien in aus Gletschern hervorgegangenen Wasserläufen
Das schnelle Abschmelzen der Gebirgsgletscher und das Verschwinden der von ihnen gespeisten Flüsse sind eindrucksvolle Symbole für den Klimawandel. Gletscherflüsse sind kalte, nährstoffarme und instabile Ökosysteme, die von mikrobiellen Biofilmen dominiert werden. Das derzeitige Wissen über das Mikrobiom dieser Flüsse ist jedoch begrenzt, sodass nicht verstanden wird, wie es auf den Rückgang der Gletscher reagiert.
Unterstützung der Forschung
Abteilung für Wissenschaftsförderung (SPS)
Das Jahr 2024 markierte den Start der Aktivitäten der Abteilung für Wissenschaftsförderung (SPS) im Wallis. Im ersten Jahr der Einführung des Programms „Wissenschaft, das interessiert mich!“ konnten Schülerinnen und Schüler der Primar- und Sekundarstufe sowie Jugendliche ausserhalb des schulischen Umfelds von einem breiten Angebot an wissenschaftlichen und technischen Aktivitäten profitieren. Dieses neue Angebot ergänzte und verstärkte unsere seit 2014 im Wallis angebotenen Robotik- und Informatik-Workshops und erweiterte so die Möglichkeiten, für junge Menschen, Wissenschaft und Technologie zu entdecken und zu erproben. Dank dieser Vielfalt an Angeboten konnten zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Wissenschaft auf spielerische und partizipative Weise entdecken, selbst experimentieren und aktiv mitwirken – wobei der pädagogische Ansatz auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnitten war.
Shared Services: Ein Ökosystem im Dienste der Wissenschaft
Auf dem Campus befinden sich mehrere gemeinsam genutzte Abteilungen, die den Labors zur Verfügung stehen. Diese Einheiten, die im Alltag weniger im Vordergrund stehen, sind jedoch für den reibungslosen Betrieb des Campus notwendig und tragen wesentlich zu den Ergebnissen bei, die von den Laboren erzielt werden, die wiederum für die wissenschaftlichen Veröffentlichungen verantwortlich sind.