Eine Forschung von Weltrang im Herzen der Alpen

Der Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft war noch nie so wichtig wie heute, einer Zeit, in der sich die Ungewissheit einen festen Platz erobert zu haben scheint. In Sitten ergänzen sich die gewählten Forschungsschwerpunkte - grüne Chemie, erneuerbare Energien, Umwelt und Gesundheit - und ermöglichen bedeutende Fortschritte in diesen Bereichen. Die Flexibilität und Innovationskraft des Wallis sind Stärken, die von unseren Forschern voll ausgeschöpft werden, um bemerkenswerte Durchbrüche zu erzielen.

Als ich 2015 mit meinem Labor ankam, zog ich mit einem Kopf voller Fragen aus dem brodelnden Ökosystem von San-Francisco in ein im Bau befindliches Gebäude südlich des Bahnhofs von Sion. Fast zehn Jahre später haben sich der Süden von Sion und der Campus völlig verändert, nicht zuletzt dank einer visionären und proaktiven Politik. Von einigen Dutzend Forscherinnen und Forschern sind wir zu einigen Hundert geworden. Von einer einzigen Institution auf dem Campus sind wir zu einem vollständigen Ökosystem geworden, mit der HES-SO Valais-Wallis, die sich in unserer unmittelbaren Nachbarschaft angesiedelt hat, sowie der neu gegründeten Firma Energypolis SA, die dazu da ist, unsere Forschung in funktionierende gesellschaftliche und kommerzielle Anwendungen umzuwandeln.

Die Welt steht vor vielen gesellschaftlichen Herausforderungen, und die globale Erwärmung ist natürlich eine davon. Die Temperaturen steigen und die Ökosysteme leiden kaskadenartig. Ohne zu behaupten, dass die Technologie die Lösung für alles ist, scheint es offensichtlich, dass die Folgen für die Menschheit ohne bedeutende wissenschaftliche Fortschritte katastrophal sein werden. Auf dem Campus der EPFL Valais Wallis sind unsere Forschungsschwerpunkte stark auf Nachhaltigkeit und Resilienz ausgerichtet. Beispielsweise wurden auf dem Campus bereits bedeutende Fortschritte bei der Kohlenstoffabscheidung mithilfe verschiedener Technologien, der saisonalen Energiespeicherung oder innovativen Sensoren zur Beobachtung der Umwelt erzielt. Die EPFL strebt nach wissenschaftlicher Exzellenz, aber auch nach einem konstruktiven Dialog mit den angewandten Wissenschaften, wofür die benachbarte Haute Ecole d’Ingénierie ein perfektes Beispiel ist.

Im Jahr 2024 wurden zahlreiche Auszeichnungen an unsere Forscherinnen und Forscher aus Sion verliehen. Im Bereich der Gesundheit erhielt Prof. Fridhelm Hummel beispielsweise den renommierten “ Fürst Donnersmarck Forschungspreis für Neurorehabilitation „. Im Bereich Wasserstoff erhielt die Gruppe von MER Jan Van Herle den “ Hydrogen TCP award of excellence „, der einen wichtigen Schritt in Richtung saisonaler Speicherung von erneuerbaren Energien ermöglicht.

Mit der im Juni 2024 bestätigten dritten Ansiedlungsphase der EPFL Valais Wallis, in der sechs neue, auf den Energiebereich spezialisierte Lehrstühle hinzukommen werden, ist die Zukunft des Campus äusserst vielversprechend, insbesondere da wir derzeit die Schwelle der kritischen Grösse überschreiten, die notwendig ist, um effizient zu funktionieren und vor allem, um Talente aus dem Wallis und von anderswo anzuziehen. So können wir stolz behaupten, dass fast 70% der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Campus sich dafür entschieden haben, im Wallis zu leben und sich inmitten unserer Berge zu entfalten.

Möge das Abenteuer auf einem so schönen Weg weitergehen!

Wendy Queen

Vorsitzende des Campusausschusses

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